Krawehl…

Manchmal ist Lyrik etwas, sagen wir, abgehoben. Sei es der berühmte taubtrübe Ginst am Musenhain oder Rilke. Meist kriegt man damit keinen ganzen Abend mit Leben gefüllt. Oder wenn es mal spannend wird, stellt man hinterher fest, dass nur ein verwöhnter übertätowierter Hipster über im Fernsehen Erlebtes sinnierte.

Und dann gibt es Charles Bukowski. 1920 geboren, sogar in Deutschland, demnach dieses Jahr 100 Jahre alt, wenn er nicht gestorben wäre. Nach damaligen und heutigen Regeln ein Freak. Rauh, alkoholkrank, entweder depressiv oder mies drauf. Mit einem nicht optimalen Start ins Leben und dann noch auf einer holperigen Aussenbahn laufend. Gelegenheitsarbeiter, Bettelpoet, Bühnenkünstler, Miesanthrop (das e macht da Sinn). Und Produzent von bitter-kratzigen, selbstmitleidigen, harschen, wunderbaren Gedichten und fast noch schöneren Kurzgeschichten. Von sich, seinen Freunden, Frauen und Nachbarn, die ihre Ansprüche an das Glück runtergeschraubt haben. Von Dreckwäsche, Morgenkopfschmerz, faulen Pferden, Huren und den unerträglichen Missionaren. Kurz, in wilder Rechtschreibung, ungereimt, nie langweilig.

Die Herren Hilbrand, Weger und Askari bringen eine ganze Revue mit aus dem schillernden Leben vom Hank. Fast zwei Stunden, Dazu gibt es Musik von Tom Waits und Frank Zappa (Max Hilbrand ist auch der Sänger der Grandsheiks ), Wir servieren stilecht Chili auf Toast. Es wird ein Hutkonzert. Meint, dass jeder selbst entscheiden kann, was ihm die Show wert ist. Die Band hat seit dem C noch zwei Auftritte, der im Eifgen ist der einzige öffentliche. Also eine hochexklusive Veranstaltung für bis zu 65 Gäste. Ich würd mich sehr freuen, wenn wir ihnen ein denkwürdiges Publikum bieten können. Mittwoch, 16.09., 20 Uhr. Besucherpass beantragen bitte hier: https://eifgen1.de/haus-eifgen-besucherpass

Zum Schluss noch ein Teaser:

finde das, was du liebst

und dann lass es

dich umbringen.

C.B.

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