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Neulich kam Walter endlich mal wieder vorbei. Walter ist „Walter S. aus W.“, wie er gerne seine seltenen Emails unterschreibt. Er saß in der Gründerrunde unses Vereins, er war unter den Ersten „Genossen“ des Haus Eifgen, er hatte schon früher unsere Bluessessions mit seinem Blues- and Boogie Piano bereichert, ist mit einem eigenen Lied auf unserem CD-Sampler „Local Heroes“ vertreten, hat viele tolle Rebportagen und Beiträge für die Lokalpresse verfasst.

Corona hat vieles verändert. Nicht nur Walter, etliche Mitglieder mehr haben sich in den letzten zweieinhalb Jahren nicht mehr so häufig blicken lassen, und es wird noch lange dauern, bis man sich wieder ungezwungen begegnen kann. Aber so „wie früher“ wird es nicht mehr. Niemals. So ist mein Eindruck. Denn jetzt haben wir eine Zeitenwende, man spricht von der Gefahr eines dritten Weltkriegs, mit dem Kauf von „F45 Flugzeugen“ haben wir nun auch endlich?? unseren Platz bei der atomaren Teilhabe gefunden.

Theke der Gaststube

Ach, da wollte ich ja gar nicht hin. Ich war bei Walter. Bei Walter S. aus W. Er hat den „Spirit of Haus Eifgen“ mit seinen kreativen Ideen geprägt. Ob es die Motorradhelme sind, die- zum Lampenschirm umfunktioniert – in unserer Gaststube hängen, die „Lies Mal“ Ecke mit dem Bücherregal aus Stühlen, der John Lee Hooker oder Ray Charles oder auch die Dauergästin, unsere „Bar Puppe“ oder die bunten Zwerge, die „Spinnweb“-Kerzenhalter oder die Blues-Ecke mit der angesenkten Südstaaten Flagge sind – das alles und noch mehr hat Walter zur Wohlfühl Athmosphäre useres Hauses beigetragen.

Er liebt die analoge Nachrichtenübermittlung. Und da lag er, dieser Brief in unserem Briefkasten: er schenkt uns all seine Kunstwerke. Ohne Auflagen. Wir können sie nach eigenem Gutdünken verwenden, Müssen auch nicht alles an seinem Platz lassen. Wir dürfen Dinge sogar zugunsten des Vereins verkaufen (warum sollten wir das tun?). Nur entsorgen dürfen wir sie nicht, die guten Dinge, die dem Haus seinen Stempel aufgedrückt haben.

Danke, Walter! Und bis bald!

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